Der beherzte Patient

Vom gesunden Umgang mit Krankheit

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Bewegung

Unser Körper will bewegt werden!

Den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen ist keine „artgerechte Haltung“ für uns Menschen, wie meine ehemalige Yogalehrerin zu sagen pflegte. Und es gibt genügend Hinweise darauf, wie wirksam sportliche Betätigung sein kann. Dementsprechend schrieb die „Ärzte Zeitung“ am 3. Januar 2014:

Sport mindert Studien zufolge nicht nur die Nebenwirkungen einer Krebstherapie, sondern steigert auch die Leistungsfähigkeit, und das Selbstbewusstsein wird gestärkt – was die Lebensqualität enorm verbessern kann. Doch nicht nur das: Körperliche Aktivität hat auch direkte Einflüsse auf die Entstehung von Krebs und den Verlauf einer Krebserkrankung. Darüber informiert die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. in ihrem ‚Thema des Monats‘. Wer regelmäßig Sport treibt, beugt einer Krebserkrankung vor. Man geht heute davon aus, dass sportlich aktive Menschen ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, durchschnittlich um 20 bis 30 Prozent reduzieren können. Wenn dennoch Krebs auftritt, haben Patienten, die vor ihrer Erkrankung regelmäßig Sport getrieben haben, nachweislich ein geringeres Rückfallrisiko.“

Das liest sich doch ziemlich gut, oder? Ja, es gibt natürlich auch alle möglichen Abhandlungen darüber, welcher Sport für Krebspatienten am besten ist; meistens ist von Ausdauersport die Rede (Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen). Ich sage: Erlaubt ist, was gut tut und Spaß macht. Tanzen, Tennis, Japanischer Stockkampf – was auch immer. Klar, sind wir rechts operiert und haben Lymphprobleme im rechten Arm, wäre Tennis vielleicht nicht die erste Wahl (es sei denn, Sie sind Linkshänderin). Besorgen Sie sich den Trainingsplan des nächstgelegenen Sportvereins (günstig!), gehen Sie ins Fitnessstudio oder in den Wald (Letzteres mache ich am liebsten).

Besonders wichtig scheint etwa für Brustkrebspatientinnen das Mehr an Sauerstoff zu sein, das wir durch den Sport einatmen. Krebszellen mögen nämlich keinen Sauerstoff – also kriegen sie ihn!

Sie sind schon älter oder geschwächt? Pardon, aber das ist kein Grund, zuhause sitzen zu bleiben. Bitten Sie einen Verwandten oder Freund, mit Ihnen um die vier Ecken zu gehen. Setzen Sie sich ins Grüne auf eine Bank – und atmen Sie tief in den Bauch hinein. Konzentrieren Sie sich aufs Atmen, werden Sie ruhig, tanken Sauerstoff und Tageslicht, das wir für die Bildung des für uns so wichtigen Vitamin D brauchen. Und wie wir bereits im fünften Kapitel lesen konnten, wirkt sogar die bloße Vorstellung vom Sporttreiben. Eine Ausrede gibt es hier also nicht …

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